Die Delegierten der Landesvereinigung im Technischen Hilfswerk (THW) Baden-Württemberg e.V. wählten am Samstag (04.07.2015) in Stuttgart die Bundestagsabgeordnete Nina Warken zu ihrer Präsidentin. Die 36-jährige CDU-Politikerin tritt damit die Nachfolge von Clemens Binninger (MdB) an, der nach neunjähriger Amtszeit nicht mehr kandidierte.

Offizielles Begrüßungsschreiben der Präsidentin der THW-Landesvereinigung Baden-Württemberg

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich freue mich sehr über meine Wahl zur Präsidentin der Landeshelfervereinigung und möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Seit ich 2013 im Innenausschuss des Deutschen Bundestages die Berichterstattung für den Bereich Zivil-, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz übernommen habe, ist mir das THW sehr ans Herz gewachsen. Nicht nur im Rahmen meiner parlamentarischen Arbeit, sondern auch bei zahlreichen Besuchen vor Ort konnte ich mich davon überzeugen, mit welcher Leidenschaft und Begeisterung die Frauen und Männer vom THW ehrenamtlich Hilfe leisten.

Durch Auslandseinsätze wie beim Eisregen in Slowenien, beim Hochwasser auf dem Balkan oder beim Erdbeben in Nepal, um nur wenige aktuelle Beispiele zu nennen, hat sich das THW als ein Botschafter Deutschlands für schnelle und kompetente Hilfe einen Namen gemacht.

Auch die Menschen in Baden-Württemberg wissen, dass auf die Helferinnen und Helfer vom THW stets Verlass ist. Ob bei schweren Verkehrsunfällen, Unwettern oder wie ganz aktuell bei der Umweltkatastrophe an der Jagst und bei der Flüchtlingsunterbringung – das THW hilft!

Dieses Engagement verdient in meinen Augen große Anerkennung und Unterstützung. Ganz besonders im Hinblick auf die vielen Herausforderungen, vor denen wir als Landesverband aktuell stehen:

  • Grundvoraussetzung für das ehrenamtliche Engagement unserer Helferinnen und Helfer ist eine angemessene, dem Stand der Technik entsprechende Ausstattung. Wer bereit ist, seinen Mitmenschen in seiner Freizeit Hilfe zu leisten, hat einen Anspruch darauf, dass dafür die Politik die bestmöglichen Rahmenbedingungen schafft.
  • Der demografische Wandel macht auch vor dem THW nicht halt. Hinzu kommen immer mehr Freizeitangebote. Umso mehr müssen wir durch die Unterstützung der Jugendarbeit in den Ortsverbänden dafür sorgen, dass das Engagement beim THW für junge Menschen attraktiv bleibt. Insbesondere bei jungen Frauen und Mädchen sehe ich noch großes Potenzial. Ich selbst habe eine angepasste Grundausbildung absolviert, auch um damit junge Mädchen und Frauen auf die Möglichkeiten beim THW aufmerksam zu machen.
  • Eine entscheidende Frage für unsere Helferinnen und Helfer ist die Freistellung durch den Arbeitgeber bei Einsätzen. Der Arbeitgeber bekommt zwar den Verdienstausfall erstattet, die Abwesenheit ist jedoch gerade in kleineren Betrieben sehr oft ein Problem. Als Landesvereinigung müssen wir deshalb verstärkt bei Arbeitgebern um Verständnis werben. Wir müssen den Arbeitgebern deutlich machen, welch wichtigen Beitrag sie durch die Freistellung leisten, und ihnen unseren Dank zum Ausdruck bringen.

Ich freue mich darauf, mit meinen Vorstandskollegen und mit Ihnen allen diese Herausforderungen gemeinsam anzupacken. Darüber hinaus lade ich Sie ein, sich mit Ihren Fragen, Anregungen und Anliegen jederzeit an mich zu wenden.

Mit den besten Grüßen und einem herzlichen Glückauf!

Ihre Nina Warken MdB

 

Bildquelle: thw.de/Ingo Hiersche

 

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